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Das Jahresendprogramm auf radioeins. Letztes Jahr haben wir schon das alte Jahr gebührend verabschiedet.

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Weil ihre Geschäfte wegen der Corona-Krise geschlossen sind, bieten immer mehr Friseure, Tätowierer oder Masseure ihre Leistungen als Heimservice an. Dafür riskieren sie Anzeigen und hohe Strafen.

Name: Wendeline
Jahre: 34

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Claudia Bernardoni arbeitet seit 30 Jahren mit geflüchteten Menschen. Sie ist eins der Gesichter des heutigen Tag des Ehrenamts. Claudia Bernardoni hinter ihrem Schreibtisch Foto: Quirin Leppert. So etwas wie eine hauptberufliche Ehrenamtlerin ist Claudia Bernardoni, arbeitet sie doch seit 30 Jahren mit Flüchtlingen. Als sie jung war, engagierte sie sich in der Frauenbewegung. Heute denkt sie das zusammen: Frauen und Flucht.

Bernardoni ist eine der vielen, die dem Internationalen Tag des Ehrenamtesder an diesem Samstag, dem 5.

Dezember, begangen wird, ein Gesicht geben. Zumindest bis vor dem ersten Frost war das so. Dazu im Wind wippende Rosen, wie auch eine sich bedächtig bewegende Katze. Hohe Tannen und Kiefern ragen in den Himmel. Es sind Reste des Waldes, in den hier ehedem hineingebaut wurde. Drinnen: Das zweistöckige Einfamilienhaus ist aufgeteilt in eine Frankfurter Küche und spartanisch eingerichtete Wohn- und Arbeitszimmer, oben das von ihr.

Dazu ein Regal mit alten Büchern: Goethe, Kleist, viele Lexika. Andere Orte : Claudia Bernardoni wurde in Berlin geboren. Der Krieg verschlug die Familie in den Taunus. Auf der Reise dorthin freute sich die Vierjährige über das Feuerwerk, das sie durchs Fenster beobachtete. Ihre Mutter verriet ihr lieber nicht, dass das ein von einer Bombe getroffenes Haus war.

Dieser Text stammt aus der taz am wochenende.

Immer ab Samstag am Kiosk, im eKiosk oder gleich im praktischen Wochenendabo. Und bei Facebook und Twitter. Die Eltern: Eigentlich wollte der Vater nach einem ihn begeisternden Studium bei sehr beliebten jüdischen Hochschullehrern in Frankfurt am Main Bibliothekar werden. Deshalb gründeten die Eltern einen Verlag. Nachdem der Vater als Soldat an die Front musste, führte die Mutter ihn weiter. Oft durchstreifte sie die Taunuswälder, mal mit Mutter oder Schwester, oft alleine, sammelte Bucheckern, Esskastanien und Pilze.

Sie versuchte sie auch zu verkaufen, teilweise sogar mit Erfolg — etwa an die Köchin des Langewiesche-Verlags.

Berlin-neukölln: hausarzt im sozialen brennpunkt

Fremd sein: Nach dem Abitur studierte Bernardoni Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in fünf verschiedenen Städten. Die meisten Wartenden kamen aus Italien. Sie verstand plötzlich deren unglückliche Lage. Nach der Doktorarbeit war sie mit ihrem Freund nach Italien gezogen. Er hatte als italienischer Germanist eine Anstellung beim Deutsch-Italienischen Wörterbuch erhalten.

Weil ihre Tochter noch klein war, stürzte sie sich in ihre Sprachstudien, erkundete die Stadt, schrieb darüber fürs Radio und arbeitete für den Verlag ihrer Mutter. Wandel: Nach drei Jahren gingen sie zurück nach Deutschland. Sie bewarb sich als Studienleiterin an der Volkshochschule in Hildesheim. Daraus entstand in Hildesheim eine fröhliche Frauen- und Lesbenszene, mit dem Frauenbuchladen als wichtigstem Treffpunkt. Berlin: Aber Hildesheim wurde ihr doch zu klein. Sie beschloss mit ihrer Freundin, die sie neuerdings hatte, nach Westberlin zu gehen.

Die Tochter kam mit. Die Gruppe war intellektuell anspruchsvoll. Früher wanderte sie oft durch Tibet mit ihren Freundinnen Foto: Quirin Leppert. Obwohl ihr klar war, dass das auch nichts werden könnte. Forschen: Sie kommt von der Philologie, der Kunstgeschichte und Italien.

Aber da ist noch mehr Interessantes: Volkskunde und Anthropologie etwa, in die sie sich reinfuchst.

„das schicksal macht keine hausbesuche, sie müssen es tun.“

Das ermöglichte ihr dann an der Freien Universität Berlin Seminare zur Matriarchatstheorie zu geben. Obschon sie skeptisch war und die Existenz von historischen Matriarchaten eher bezweifelte, waren die Studentinnen begeistert — und hingerissen von ihrer androgynen Dozentin mit der lauten Stimme. Später verdiente sie ihr Geld durch Mitarbeit an Studien etwa für die Unesco über Frauenanstellungschancen.

Engagement: Nach dem Tod ihrer damaligen Lebensgefährtin luden die beiden Münchner Freundinnen sie ein, zu ihnen nach Bayern zu kommen. Sie tat es und blieb. Seit acht Jahren im Rahmen eines Arbeitskreises Asyl der katholischen Kirche. Sie kümmern sich um Flüchtlinge aus 13 Nationen. Sie ist eine der beiden Sprecherinnen. Die Leute hier spenden ganz gut. Und wir können über die Kirche Fördergelder beantragen, sogar für Rechtsanwälte, Passgebühren, Führerscheine oder Zahnärzte.

Kaum Chancen haben die, die aus angeblich sicheren Herkunftsländern wie etwa Afghanistan kommen. Also ist es für Bernardoni das Wichtigste, die Asylsuchenden auf die Befragungen durch die Bundesbehörden vorzubereiten. Die Flüchtlinge müssen sich genau überlegen, was sie sagen. Und es sich merken. Falls sie — etwa im Fall einer Ablehnung — in zwei, drei Jahren erneut befragt werden sollten. Und sie dürfen sich durch verletzend wirkende Fragen nicht irritieren lassen. Sie floh aus ihrem Dorf.

In Lagos nahm eine Frau sie auf und verkaufte sie dann an ein Bordell in Libyen. Aber der Richter glaubte ihr nicht.

Weihnachtsprogramm und mehr

Yoga: Um rauszukommen, geht Claudia Bernardoni wandern. Schreiben: Ihre Leidenschaft gilt seit ein paar Jahren auch dem literarischen Schreiben. In ihren Romanen verarbeitet sie ihre Kenntnisse Italiens und besonders ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit; sie schreibt gegen Vorurteile an, schreibt fast so etwas wie Krimis. Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis taz. Sie bügelt, sie tanzt, sie hat viel gelacht und blickt zurück auf ein Leben, in dem sie von Danzig bis an den Bodensee kam.

Nur wenig bereut sie. Tigran Petrosyan. Trotz Corona spenden die Deutschen viel. Die Stiftung Warentest gibt Tipps, wie sich Spendende vor unseriösen Organisationen schützen können. Hanna Gersmann. Früher war Markus Gleichmann ein Computernerd, heute sitzt er für die Linke im Thüringer Landtag.

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Er ist Politiker aus Heimatverbundenheit. Waltraud Schwab. Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette. Dann mailen Sie uns bitte an kommune taz. Es ist richtig, dass der Staat konsequent gegen Fälscher vorgeht.

Aber seine Macht muss auch in Pandemiezeiten Grenzen haben. Der Hausbesuch : Immer weiter gehen Claudia Bernardoni arbeitet seit 30 Jahren mit geflüchteten Menschen. Claudia Bernardoni hinter ihrem Schreibtisch Foto: Quirin Leppert So etwas wie eine hauptberufliche Ehrenamtlerin ist Claudia Bernardoni, arbeitet sie doch seit 30 Jahren mit Flüchtlingen.

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